Überschwemmungen in Lai Chau behindern Bergreisen, wichtige Route wieder offen
Starke Regenfälle, Sturzfluten und Erdrutsche haben den Reiseverkehr in Teilen der nordwestvietnamesischen Provinz Lai Chau beeinträchtigt, darunter abgelegene Bergstrecken zwischen Lai Chau, Dien Bien und nahe gelegenen Hochlandgemeinden.
Die Behörden von Lai Chau erklärten in der Gemeinde Muong Than nach heftigen Regenfällen vom 15. bis 17. Juli den Notstand wegen einer Naturkatastrophe. Laut dem Provinzbeschluss beschädigte das Ereignis Häuser und Ackerflächen in mehreren Dörfern und störte die Nationalstraßen 32 und 279 sowie lokale Straßen.
Das Ausmaß der Folgen für Menschen wird noch erfasst. Reuters berichtete unter Berufung auf die Vietnam News Agency vom 18. Juli, dass eine Sturzflut in Muong Than mindestens vier Menschen getötet, sieben verletzt und vier weitere vermisst habe. Diese Zahlen können sich mit fortlaufenden Such- und Bergungsarbeiten noch ändern.
Die Nationalstraße 12 ist wieder geöffnet
Es gibt ein wichtiges Update für Reisende auf dem Landweg: Die Vietnam Road Administration teilte mit, dass die Nationalstraße 12 am 19. Juli um 7 Uhr nach Notfallreparaturen bei Kilometer 76+250 nahe dem Dorf Chieng Chan in der Gemeinde Le Loi wieder geöffnet wurde. Hochwasser hatte einen Teil des Fahrbahndamms weggespült und die Strecke fast vier Tage lang gesperrt.
Der wieder geöffnete Abschnitt ist nach provisorischen Reparaturen wieder befahrbar. Fahrer sollten langsamer fahren, Schilder und Anweisungen des Verkehrspersonals beachten und bei Nässe mehr Zeit einplanen.
Einige Bergstrecken sind weiter betroffen
Die Straßenverhältnisse sind in der Provinz noch nicht wieder normal. Zum 19. Juli meldete die Straßenverwaltung, dass an einem durch Überschwemmungen beschädigten Abschnitt der Nationalstraße 32 bei Kilometer 354 in Lai Chau noch gearbeitet wurde. Die lokalen Behörden hielten außerdem Sperrungen und Umleitungen auf instabilen Abschnitten der Provinzstraße 138C aufrecht.
Das Nationale Zentrum für hydrometeorologische Prognosen warnte am 19. Juli erneut vor Sturzfluten und Erdrutschen in Lai Chau. Regen in steilem Gelände kann Straßen, Brücken, Flussquerungen und den Zugang zu Dörfern schnell beeinträchtigen, selbst wenn eine Hauptstraße wieder offen ist.
Hinweise für die Reiseplanung
- Prüfen Sie vor der Fahrt durch die Bergbezirke von Lai Chau die aktuelle Straßensituation bei Unterkünften, Verkehrsunternehmen oder den lokalen Behörden.
- Planen Sie auf Fahrten zwischen Lai Chau und Dien Bien mehr Pufferzeit ein, besonders bei Bussen, Privatwagen oder Motorrädern auf kleineren Straßen.
- Fahren oder gehen Sie nicht an Absperrungen, überfluteten Übergängen und aktiven Räumstellen von Erdrutschen vorbei.
- Verschieben Sie eigenständige Trekkingtouren oder Fahrten in abgelegene Täler bei starkem Regen und befolgen Sie Evakuierungs- oder Sicherheitsanweisungen der Behörden sofort.
Diese Beeinträchtigungen konzentrieren sich auf abgelegene Teile der Provinz Lai Chau und nicht auf Vietnams wichtigste Touristenstädte. Die Lage kann sich schnell ändern, daher sollten Reisende aktuelle lokale Verkehrs- und Wetterinformationen nutzen, statt davon auszugehen, dass eine wieder geöffnete Hauptstrecke auch alle umliegenden Straßen und Wege sicher macht.
Primärquellen
Häufige Fragen
Ja. Die Vietnam Road Administration teilte mit, dass der durch Überschwemmungen beschädigte Abschnitt bei Kilometer 76+250 nahe dem Dorf Chieng Chan seit dem 19. Juli 2026 um 7 Uhr nach provisorischen Reparaturen wieder geöffnet ist. Fahrer sollten trotzdem Schilder beachten, langsamer fahren und die Lage weiter im Blick behalten.
Ja. Am 19. Juli liefen die Reparaturen an einem durch Überschwemmungen beschädigten Abschnitt der Nationalstraße 32 bei Kilometer 354 in Lai Chau weiter, während instabile Abschnitte der Provinzstraße 138C gesperrt oder umgeleitet blieben. Auch kleinere lokale Straßen können durch neuen Regen und Erdrutsche beeinträchtigt werden.
Reisen sind auf wieder geöffneten Hauptstrecken möglich, die Planung sollte aber flexibel bleiben. Prüfen Sie vor Ort die aktuellen Wetter- und Straßeninformationen, meiden Sie überflutete Übergänge und Erdrutschbereiche und überdenken Sie eigene Fahrten in abgelegene Bergdörfer oder Trekkinggebiete bei starkem Regen.
