Reisende, die in Vietnam bei Freunden, Verwandten oder privaten Gastgebern übernachten, sollten prüfen, ob ihr Aufenthalt bei den örtlichen Meldebehörden registriert wird. Die Regel gilt seit dem 1. Juli 2026.
Die Änderung geht auf das Gesetz Nr. 118/2025/QH15 zurück, mit dem Artikel 30 des vietnamesischen Aufenthaltsgesetzes geändert wurde. Vietnamesische Medien und juristische Zusammenfassungen berichten, dass die überarbeitete Fassung nun ausdrücklich Übernachtungen erfasst. In einem Haushalt ist ein Haushaltsmitglied dafür verantwortlich, die Meldebehörde zu informieren, wenn eine andere Person dort übernachtet. Ist kein Haushaltsmitglied anwesend, liegt die Meldung bei der übernachtenden Person.
Für Besucher ist wichtig: Ein privater Aufenthalt sollte nicht als formlos gelten, nur weil es keine Hotelbuchung ist. Gastgeber benötigen möglicherweise den vollständigen Namen des Gasts, das Geburtsdatum, die Passnummer oder die persönliche Identifikationsnummer, den Aufenthaltsgrund, die Dauer des Aufenthalts und die Adresse der Unterkunft. Berichten zufolge muss die Meldung bis 23 Uhr am ersten Aufenthaltstag oder, wenn der Gast nach 23 Uhr ankommt, bis 8 Uhr am Folgetag erfolgen.
Hotels und registrierte Unterkünfte bleiben die einfachere Option
Vietnam verlangt bereits von Ausländern, bei Beherbergungsbetrieben Pässe oder andere Reisedokumente vorzulegen, damit vorübergehende Aufenthalte gemeldet werden können. Die E-Visa-Seite der Vietnam Immigration Department führt dies als eine der Pflichten von Ausländern auf, die nach Vietnam einreisen und dort wohnen.
Bei Hotels, lizenzierten Pensionen, Serviced Apartments und vielen Homestays übernimmt den Vorgang in der Regel die Unterkunft. Reisende sollten dennoch sicherstellen, dass die Unterkunft berechtigt ist, ausländische Gäste anzumelden — besonders bei informellen Zimmern, privaten Vermietungen oder kleinen Homestays außerhalb der großen Touristengebiete.
Private Aufenthalte brauchen mehr Vorbereitung
Die Regel ist vor allem relevant für Besucher, die bei Freunden in einer Wohnung, im Familienhaus eines Partners, bei Verwandten, in einem privat vermittelten Zimmer oder in einer nichtkommerziellen Privatunterkunft übernachten wollen. Vor der Anreise sollten Reisende mit dem Gastgeber klären, wer die Meldung übernimmt und welche Dokumente nötig sind.
Berichte in vietnamesischen staatlichen Medien sagen, dass die Meldung direkt bei der Polizei, über offizielle Online-Kanäle oder über die VNeID-App erfolgen kann. Ausländische Besucher sollten nicht davon ausgehen, den Vorgang selbst über VNeID abschließen zu können; in vielen Fällen ist der vietnamesische Gastgeber oder die Person, die die Unterkunft verwaltet, der praktische Weg.
Mögliche Strafen und offene Fragen
Vietnamesische Medien, die sich auf das Dekret 282/2025/ND-CP berufen, berichten, dass Personen, die die Meldepflicht nicht einhalten, eine Verwarnung oder ein Bußgeld erhalten können, während für Unterkunftsanbieter je nach Zahl nicht gemeldeter Gäste höhere Strafen möglich sind. Die Durchsetzung kann lokal unterschiedlich ausfallen, und öffentliche englischsprachige Hinweise speziell für ausländische Touristen in Privathäusern sind weiterhin begrenzt.
Die ursprüngliche Diskussion in sozialen Medien, die das Thema aufgebracht hat, ist daher plausibel, doch Reisende sollten sich an offizielle Aufenthalts- und Einreisebestimmungen halten statt an informelle Forenratschläge. Für kurze Aufenthalte ist der sicherste Weg unkompliziert: nach Möglichkeit registrierte Unterkünfte nutzen und, wenn Sie in einem Privathaus übernachten, den Gastgeber die Übernachtungsmeldung rechtzeitig erledigen lassen.
Primärquellen
Häufige Fragen
Die aktualisierte Meldepflicht verlangt, dass Übernachtungen in privaten Wohnungen oder Häusern gemeldet werden. In der Praxis übernimmt das meist der Gastgeber oder ein Haushaltsmitglied, doch Reisende sollten das vor der Übernachtung klären.
Vietnamesische Medien berichten, dass für die Meldung der vollständige Name des Gasts, das Geburtsdatum, die Passnummer oder die persönliche Ausweisnummer, der Aufenthaltsgrund, die Dauer des Aufenthalts und die Adresse der Unterkunft nötig sein können.
Hotels und lizenzierte Unterkünfte übernehmen die Anmeldung des vorübergehenden Aufenthalts für ausländische Gäste bereits. Reisende sollten ihren Pass vorlegen, wenn er verlangt wird, und nur Unterkünfte nutzen, die ausländische Gäste rechtmäßig registrieren dürfen.
Berichten zufolge gilt die Frist bis 23 Uhr am ersten Aufenthaltstag oder bis 8 Uhr am nächsten Morgen, wenn der Gast nach 23 Uhr ankommt.
